Martina Frenz sagt der Schule Au Revoir

Zum Schuljahresende trat die in Cochem bekannte und bei vielen Schülergenerationen und Eltern beliebte Pädagogin Martina Frenz in den Ruhestand. Im Rahmen einer Feierstunde im Kollegium überreichte ihr Schulleiter Christian Etzkorn die Urkunde zum Eintritt in den Ruhestand und übermittelte den Dank und die Anerkennung der Landesregierung. Die gebürtige Rheinhessin studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz die Fächer Französisch und Biologie für das Lehramt an Realschulen. Anschließend leistete sie ihr Referendariat am Studienseminar in Koblenz ab und musste wie alle jungen Lehrkräfte zu Beginn der 1980er Jahre feststellen, dass es keine festen Anstellungsmöglichkeiten im Schuldienst gab. Es entsprach ihrer unverzagten und zupackenden Art trotzdem nicht zu resignieren und sie nahm ein Stellenangebot aus Schleswig-Holstein an. Nach acht Jahren im hohen Norden konnte sie schließlich wieder nach Rheinland-Pfalz zurückkehren und Cochem wurde zu ihrer neuen Heimat. Man hatte, wie sie augenzwinkernd verriet, von Seiten der Schulbehörde vermutet, dass eine Rheinhessin sich auch in einer anderen Weingegend wohlfühlen würde. Damit lag man wohl richtig, da Martina Frenz dreißig Jahre lang der Realschule / Realschule plus Cochem treu geblieben ist.  Dort war sie über zwei Jahrzehnte für die Ausbildung junger Lehrkräfte zuständig und hat mit ihrer hohen fachlichen Kompetenz und einfühlsamen Art zahlreiche Referendare auf ihrem Weg ins Lehramt maßgeblich begleitet.

Es war ihr immer ein besonders Anliegen, bei den Schülerinnen und Schülern Interesse und Begeisterung für die französische Sprache, Kultur und Lebensart zu wecken. Das ihr dies immer wieder nachhaltig gelang, zeigt sich auch daran, dass sie mittlerweile schon mehrfach ehemalige Schülerinnen als neue Französischlehrkräfte an der Realschule plus Cochem begrüßen konnte.

Im gesellschaftlichen Leben ist Martina Frenz durch ihr Engagement im Soroptomist International Club Cochem eng vernetzt und nutzte diese Kontakte immer wieder zum Wohle der Schülerinnen und Schüler. Es gelang ihr immer wieder, hochkarätige Referenten zu gewinnen, die Vorträge und Workshops zu unterschiedlichen aktuellen gesellschaftlichen Problemen im Rahmen des Unterrichts anboten.

Das Kollegium und die Schulleitung lassen sie daher jetzt nur ungern in den wohlverdienten Ruhestand gehen.